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Einzelhandel stärken: Zu Besuch bei Mode W

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Über die Lage des Einzelhandels in der Wesermarsch hat sich am Montag der CDU-Kandidat für die kommenden Bundestagswahlen, Philipp Albrecht, informiert. In Bardenfleth besuchte der CDU-Politiker das Traditionsmodehaus Mode W. Geschäftsführer Wilfried Clausen zeigte die Räumlichkeiten und stellte zahlreiche Erweiterungen und Neuerungen vor, die das Unternehmen in den letzten Jahren umgesetzt hat bzw. umsetzt.Im Gespräch wies der Geschäftsführer auf zahlreiche Schwierigkeiten und Herausforderungen hin, die dem traditionsreichen Unternehmen immer wieder zu schaffen machen.

Mode W kann mittlerweile auf eine 160-jährige Geschichte zurückblicken und gehört heute mit über 90 Mitarbeitern nicht nur zu den größten Arbeitgebern in der Region, sondern ist mit einigen Modeabteilungen auch führend im norddeutschen Raum. Clausen kritisiert die ausschließliche Förderung der Ober- und Mittelzentren, sowie die Ausnahme- und Sonderregelungen der Discounter in Grundzentren. Die kleinen und mittelständischen Betriebe in Grundzentren haben durch sehr strenge Auflagen keine Möglichkeit sich der Zeit und dem Wettbewerb anzupassen. Dies fördere auch das Auseinanderdriften zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Genehmigungen für Weiterbaumaßnahmen seien nur schwierig zu bekommen und mit viel Arbeitsaufwand verbunden. Gleichzeitig würde Online-Händlern praktisch keine Grenzen gesetzt, sodass diese stetig weiterwachsen können.

Philipp Albrecht zeigte sich erfreut darüber, dass mit Mode W nicht nur ein erfolgreiches Modehaus in der Region verwurzelt ist, sondern dass das Moorriemer Unternehmen dabei auch eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion erfüllt und auf Versorgungsbedürfnisse in der Bevölkerung Rücksicht nimmt. “Unsere mittelständischen Unternehmen müssen mehr Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bekommen. Politik und Verwaltung müssen solche Betriebe fördern und ihnen nicht permanent Steine in den Weg legen”, meint der CDU-Kandidat. Ziel müsse es sein, dass der ländliche Raum bei den Raumordnungen wieder besser berücksichtigt wird. Insbesondere um die Folgen nach der Corona-Krise abzufedern, sollten den kleinen und mittelständischen Betrieben wieder mehr Freiräume für die Umsetzung neuer Ideen gegeben werden. “Genehmigungsanträge für Weiterbaumaßnahmen müssen mit dem Ziel bearbeitet werden, sie positiv zu bescheiden, und nicht andersherum”, fordert Albrecht. Landkreise wie die Wesermarsch könnten auf solche Traditionsbetriebe stolz sein.