Mehr Tempo bei der Energiewende

Philipp Albrecht spricht mit Geschäftsführern des Windparks Wehrder

Die Energiewende bleibt eine der großen Herausforderungen in Deutschland. Der anfangs zügige Ausbau gerät mehr und mehr in Stocken. Darüber sprachen die Geschäftsführer der Windpark Wehrder GmbH, Peter Jelkmann und Jürgen Büsing, mit dem CDU-Bundestagskandidaten Philipp Albrecht in Dalsper.

Im Gespräch wurde deutlich, welchen Stellenwert erneuerbare Energie nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch haben. Anders als häufig medial berichtet, setzen mittlerweile auch die USA und China vermehrt auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Subventionsbereinigt hingen mittlerweile mehr Arbeitsplätze an den Erneuerbaren als an fossilen Energieträgern, berichten Jelkmann und Büsing. Das Zukunftspotential der Branche sei weiterhin enorm. Um dies zu heben, bedürfe es jedoch entschlossenem Handeln.
Das sogenannte „Repowering“, bei dem alte durch leistungsfähige neuere Anlagen ersetzt werden, müsse deutlich vereinfacht werden. Auch das Verbandsklagerecht in der jetzigen Form müsse auf den Prüfstand. „Der Klageweg soll die Rechte betroffener schützen und der Überprüfung umstrittener Entscheidungen dienen. Große Verbände missbrauchen dieses Recht aber immer wieder, nur um Zeit zu schinden und den Ausbau notwendiger und eigentlich rechtmäßiger Projekte zu verzögern“, meint Albrecht.

Artenschutz und Klimaschutz gegeneinander abwägen

Insbesondere beim Artenschutz müsse dafür besser abgewogen werden. „Artenschutz ist wichtig. Dem muss man aber die langfristigen Umweltschäden gegenüberstellen, die durch die Verschleppung der Energiewende entstehen. Diese Abwägung fehlt mir oft in der politischen Debatte“, stellt der CDU-Bundestagskandidat fest.

Gleichzeitig sei jedoch die Beteiligung der Bürger vor Ort wichtig. Denn ansonsten könne die Energiewende zu einer weiteren Spaltung zwischen Stadt und Land bzw. Nord und Süd führen. „Windparks sind leicht gefordert, wenn man im Zentrum einer Großstadt lebt“, weiß Albrecht. Um eventuell entstehende Nachteile für Anwohner auszugleichen, könnten deshalb Bürgerwindparks eine sinnvolle Lösung sein. Durch eine finanzielle Beteiligung der Bürger an den Einnahmen des Parks werde die Akzeptanz deutlich erhöht. Doch auch hier sei es wichtig, die Bürokratie zu verringern. Denn etwa eine verpflichtende Einschaltung von Anlageberatern führe in der Realität immer wieder dazu, dass Investoren vor diesem Modell zurückschrecken.

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